Elektrokettenzug oder Handkettenzug - was lohnt sich?
Handkettenzug oder Elektrokettenzug - die Entscheidung hängt an vier Kennwerten: Hubhöhe, Traglast, Hubfrequenz und Einschaltdauer. Dieser Ratgeber zeigt, ab wann sich der elektrische Antrieb rechnet und wann der Handzug die bessere Wahl bleibt.
Kettenzüge ansehenWo liegt der Unterschied zwischen Hand- und Elektrokettenzug?
Beide Geräte heben Lasten über eine Lastkette mit einem Kettenrad. Beim Handkettenzug zieht der Bediener eine Haspelkette, ein Getriebe mit Lastdruckbremse übersetzt die Kraft. Beim Elektrokettenzug übernimmt ein Motor mit Rutschkupplung oder Frequenzumrichter den Hub per Steuertaster.
Der Handzug ist wartungsarm, netzunabhängig und günstig in der Anschaffung. Der Elektrozug hebt schneller, ermüdungsfrei und präzise - dafür braucht er einen Stromanschluss und eine zur Einsatzhäufigkeit passende Einschaltdauer (ED).
Vom Ratschenzug bis zum Elektrozug - so finden Sie das passende Hebezeug.
Zum RatgeberNach welchen Kennwerten wählt man den Antrieb?
Vier Faktoren entscheiden: Hubhöhe, Traglast, Hubfrequenz und Einschaltdauer. Je grösser Last und je häufiger der Hub, desto klarer spricht die Rechnung für den Elektrozug.
- Traglast über 250‑500 kg: Handkraft wird unwirtschaftlich, Elektrozug entlastet.
- Grosse Hubhöhe: viele Meter Haspelkette ziehen kostet Zeit und Kraft - hier punktet der Motor.
- Hohe Hubfrequenz im Takt: Elektrozug verhindert Ermüdung und Fehlgriffe.
- Kurze, seltene Hübe an wechselnden Orten: der netzunabhängige Handzug bleibt überlegen.
- Einschaltdauer prüfen: Dauerbetrieb braucht höhere ED-Klasse (z. B. 40‑60 % ED).
Was gilt bei Sicherheit, Wartung und Prüfung?
Beide Zugtypen unterliegen der Maschinenrichtlinie und der DGUV Vorschrift 54 (bzw. DGUV Grundsatz 309‑001). Hebezeuge sind mindestens jährlich durch eine befähigte Person zu prüfen, Lastkette und Haken werden auf Verschleiss und Dehnung kontrolliert.
- Überlastsicherung: Rutschkupplung oder Lastbegrenzer beim Elektrozug, Rutschnabe optional am Handzug.
- Not-Halt und Endabschaltung sind beim Elektrozug Pflicht.
- Lastkette regelmässig reinigen und schmieren, Ablegereife nach DIN prüfen.
- Prüfbuch führen und jede wiederkehrende Prüfung dokumentieren.
Häufige Fragen
Ab welcher Traglast lohnt sich ein Elektrokettenzug?
Als Richtwert ab etwa 250 bis 500 kg oder bei häufigen Hüben. Darüber wird das manuelle Ziehen kräftezehrend und langsam, sodass der elektrische Antrieb Zeit spart und die Bediener entlastet.
Was bedeutet die Einschaltdauer (ED) beim Elektrozug?
Die ED gibt an, wie lange der Motor pro Stunde unter Last laufen darf. 40 % ED heisst 24 Minuten Betrieb je 60 Minuten. Für Taktbetrieb eine hohe ED-Klasse wählen, sonst überhitzt der Motor.
Wann ist der Handkettenzug die bessere Wahl?
Bei seltenen Hüben, mässiger Last bis rund 500 kg, wechselnden Einsatzorten ohne Strom und in einfachen Werkstätten. Er ist günstig, wartungsarm und sofort einsatzbereit.
Wie oft müssen Kettenzüge geprüft werden?
Nach DGUV mindestens einmal jährlich durch eine befähigte Person, bei hoher Beanspruchung häufiger. Lastkette, Haken und Bremse werden auf Verschleiss geprüft und im Prüfbuch dokumentiert.
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Wir liefern Hand- und Elektrokettenzüge von 0,25 bis 8 t mit passender Einschaltdauer, Hubhöhe und Prüfzeugnis.
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