EPA richtig kennzeichnen - welche ESD-Schilder sind Pflicht?
Eine EPA (ESD Protected Area) muss eindeutig gekennzeichnet sein, damit jeder erkennt, wo Schutzmaßnahmen gelten. Dieser Ratgeber erklärt die drei Ebenen der Kennzeichnung nach EN 61340-5-1: EPA-Warnschilder am Zugang, Bodenmarkierung der Zone und Etiketten auf Bauteilen und Verpackungen.
ESD-Kennzeichnung ansehenWarum muss eine EPA gekennzeichnet werden?
Die Kennzeichnung macht die Grenzen einer ESD-Schutzzone sichtbar und weist auf die geltenden Schutzmaßnahmen hin. Nach EN 61340‑5‑1 ist die eindeutige Markierung der EPA ein fester Bestandteil des ESD-Kontrollprogramms.
Ohne klare Kennzeichnung betreten Mitarbeiter und Besucher die Zone ohne die nötige Erdung über Handgelenkband oder ESD-Schuhe. Schilder und Bodenmarkierungen sorgen dafür, dass jeder die Regeln kennt, bevor er empfindliche Bauteile berührt.
- EPA-Grenze am Zugang sichtbar machen.
- Verhaltensregeln (Erdung, Zutritt) kommunizieren.
- ESD-empfindliche Bauteile und Baugruppen als solche erkennbar machen.
- Nachvollziehbarkeit für Audit und Rückverfolgung schaffen.
Welche Schilder und Symbole gehören an die EPA?
Am Zugang zur EPA steht das ESD-Warnschild mit dem gelben Warndreieck und der Hand im Dreieck. Innerhalb der Zone kennzeichnet das ESD-Schutzsymbol (Hand im Dreieck mit Bogen) alle geschützten Bauteile und Betriebsmittel.
Wie wird die Zone am Boden markiert?
Die EPA-Grenze wird am Boden mit einer durchgehenden Linie oder gelb-schwarzen Markierung von etwa 50 bis 75 mm Breite gezogen. So ist die Zone auch aus der Distanz und im laufenden Betrieb klar erkennbar.
- Bodenmarkierungsband oder aufgetragene Farbe entlang der gesamten Grenze.
- Gelb-schwarze Streifen für die äußere EPA-Grenze, gut sichtbar.
- Bänder müssen ableitfähig sein, wenn sie innerhalb der leitfähigen Bodenfläche liegen.
- Ergänzend Schilder auf Augenhöhe an jedem Zugang.
Wie werden Bauteile und Verpackungen etikettiert?
ESD-empfindliche Bauteile (ESDS) und ihre Verpackungen tragen das ESD-Warnsymbol. Die Kennzeichnung der Verpackung richtet sich nach EN 61340‑5‑3, das Symbole für ableitfähige, abschirmende und leitfähige Verpackung definiert.
- ESDS-Symbol auf jedem Einzelbauteil-Beutel und Karton.
- Chargen- und Rückverfolgungsdaten getrennt vom ESD-Symbol.
- Beschädigte oder unleserliche Etiketten sofort ersetzen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen ESD-Schutzsymbol und Warnsymbol?
Das Schutzsymbol (Hand im Dreieck mit Bogen darunter) markiert Betriebsmittel, die ESD-Schutz bieten. Das Warnsymbol (Hand mit Schrägbalken) markiert empfindliche Bauteile, die geschützt werden müssen.
Welche Norm regelt die EPA-Kennzeichnung?
Die EN 61340‑5‑1 fordert die eindeutige Kennzeichnung der Schutzzone. Die Symbole für ESD-Verpackung sind in der EN 61340‑5‑3 definiert.
Wie breit muss die Bodenmarkierung sein?
Üblich sind durchgehende Linien von etwa 50 bis 75 mm Breite in gelb-schwarz. Wichtig ist gute Sichtbarkeit und, auf ESD-Böden, ableitfähiges Markierungsband.
Müssen auch Verpackungen ein Symbol tragen?
Ja. ESD-empfindliche Bauteile und ihre Verpackungen tragen das ESD-Warnsymbol, ergänzt um die Verpackungssymbole nach EN 61340‑5‑3 für abschirmende, ableitfähige oder leitfähige Materialien.
EPA normgerecht kennzeichnen?
Wir liefern ESD-Warnschilder, ableitfähiges Bodenmarkierungsband und geprüfte Etiketten nach EN 61340-5-1 und EN 61340-5-3.
Normkonform
Schilder und Etiketten nach EN 61340-5-1 und 5-3.
Komplett gekennzeichnet
Zone, Boden und Bauteil aus einer Hand.
Audit-sicher
Dokumentierbare Kennzeichnung für ESD-Audits.
Fachberatung
ESD-Spezialisten helfen bei der richtigen Platzierung.