Etikettendrucker: Desktop, Industrie oder mobil - welcher passt?
Desktop-, Industrie- und Mobildrucker unterscheiden sich vor allem in Druckvolumen, Auflösung und maximaler Etikettenbreite. Dieser Ratgeber ordnet die drei Gerätetypen ein und zeigt, welcher Drucker zu welchem Einsatz passt - vom Büro über die Fertigung bis zur Kommissionierung.
Etikettendrucker ansehenWelche Bauformen gibt es und wofür stehen sie?
Etikettendrucker teilen sich in drei Klassen: Desktop-Drucker für geringe bis mittlere Mengen, Industriedrucker für den Dauerbetrieb und Mobildrucker für die Kennzeichnung direkt am Ort. Sie arbeiten fast alle nach dem Thermotransfer- oder Thermodirekt-Verfahren, unterscheiden sich aber deutlich in Robustheit, Etikettenbreite und Durchsatz.
Thermodirekt bedruckt wärmeempfindliches Papier ohne Farbband und eignet sich für kurzlebige Labels wie Versandetiketten. Thermotransfer nutzt ein Farbband und liefert wisch-, licht- und chemikalienbeständige Drucke, die auf Typenschildern oder Lagerplätzen jahrelang lesbar bleiben.
- Desktop: kompakt, leise, für Arbeitsplatz und Büro bis einige Hundert Etiketten pro Tag.
- Industrie: Metallgehäuse, grosse Rollen, für tausende Etiketten pro Schicht im Dauerlauf.
- Mobil: akkubetrieben, gürteltauglich, für Regal-, Paletten- und Kommissionieretiketten vor Ort.
Druckvolumen, Auflösung, Etikettenbreite - was zählt?
Drei Kennwerte entscheiden über die Wahl: das erwartete Druckvolumen, die benötigte Auflösung in dpi und die Etikettenbreite. Die Auflösung bestimmt, wie fein Barcodes, kleine Schrift und Grafiken abgebildet werden.
- Kleine Codes und Mikroschrift: mindestens 300 dpi, für Datamatrix unter 6 mm eher 600 dpi.
- Hoher Durchsatz: Industriedrucker mit grosser Rollenaufnahme senken die Wechselintervalle.
- Breite Paletten- oder Gefahrgutlabels: Druckkopf ab 168 mm einplanen.
Welcher Typ passt zu welchem Einsatz?
Die Zuordnung folgt dem Arbeitsumfeld. Ein Versandbüro fährt mit einem Desktop-Thermodrucker günstig und platzsparend, während eine Fertigung mit Schichtbetrieb ohne Industriegerät schnell an Grenzen stösst. Im Wareneingang und in der Kommissionierung spielt der Mobildrucker seine Stärke aus.
Passendes Etikettenmaterial und Farbbänder für jeden Druckertyp finden.
Zum RatgeberHäufige Fragen
Reichen 203 dpi für Barcodes aus?
Für gängige 1D-Barcodes und normale Schrift genügen 203 dpi. Für kleine Datamatrix-Codes, feine Grafiken oder Schriftgrössen unter 2 mm sind 300 oder 600 dpi die sichere Wahl.
Thermodirekt oder Thermotransfer?
Thermodirekt ist ohne Farbband günstiger, verblasst aber unter Wärme und Licht. Thermotransfer liefert dauerhaft beständige Drucke für Typenschilder und Lageretiketten und ist deshalb im Industrieumfeld Standard.
Welche Etikettenbreite schafft ein Desktop-Drucker?
Gängige Desktop-Modelle bedrucken bis etwa 104 bis 118 mm Breite. Für Paletten- oder Gefahrgutlabels bis rund 168 mm braucht es einen Industriedrucker mit breitem Druckkopf.
Wann lohnt ein Industriedrucker statt Desktop?
Sobald Sie regelmässig mehrere tausend Etiketten pro Schicht drucken oder grosse Rollen ohne häufigen Wechsel brauchen, amortisiert sich das robustere Industriegerät durch Standzeit und Durchsatz.
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Vom kompakten Desktop bis zum robusten Industriedrucker: Wir helfen bei Auflösung, Etikettenbreite und dem passenden Verbrauchsmaterial für Ihren Betrieb.
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