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Optische Distanzsensoren: Triangulation oder Laufzeit?

Optische Distanzsensoren messen Abstände berührungslos mit einem Laserstrahl. Dieser Ratgeber vergleicht die zwei Kernprinzipien Triangulation und Laufzeitmessung (Time-of-Flight) und zeigt, wie Sie nach Reichweite, Genauigkeit und Zielobjekt das richtige Verfahren wählen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Distanzsensoren ansehen
± 1 µm
Auflösung Triangulation
bis 300 m
Reichweite Laufzeit
300000 km/s
Lichtgeschwindigkeit ToF
Klasse 1-2
Laserschutzklasse
Inhalt
  1. Messprinzipien
  2. Vergleich und Auswahl
  3. Technische Kriterien
  4. Häufige Fragen

Triangulation oder Laufzeit - wie unterscheiden sich die Verfahren?

Optische Distanzsensoren senden einen Laserstrahl zum Objekt und werten das zurückkommende Licht aus. Bei der Triangulation trifft der reflektierte Punkt je nach Abstand auf eine andere Stelle eines Zeilensensors (CMOS/PSD); der Abstand ergibt sich aus dem Winkel des Dreiecks aus Sender, Objekt und Empfänger. Bei der Laufzeitmessung (Time-of-Flight, ToF) misst der Sensor direkt die Zeit oder Phasenverschiebung, die das Licht für den Hin- und Rückweg braucht.

Aus der Geometrie folgt die Faustregel: Triangulation ist im Nahbereich bis wenige Meter extrem präzise, verliert aber mit steigender Distanz schnell an Auflösung. Die Laufzeitmessung liefert über die gesamte Reichweite eine nahezu konstante Genauigkeit und erreicht daher zweistellige Meterbereiche.

Die Phasen-ToF (moduliertes Dauerlicht) ist präziser als die direkte Impuls-Laufzeit, aber in der Eindeutigkeit auf eine Modulationsperiode begrenzt. Impuls-ToF erreicht die grössten Reichweiten und eignet sich für Aussenanwendungen.
Sensorik & Automatisierung

Alle Distanz-, Positions- und Näherungssensoren im Überblick.

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Welches Verfahren passt zu welcher Anwendung?

Die Wahl richtet sich nach Messbereich, geforderter Genauigkeit und Zielobjekt. Für Qualitätsprüfung, Dicken- und Profilmessung im Mikrometerbereich führt kein Weg an der Triangulation vorbei. Für Füllstand, Kollisionsschutz oder Positionierung über zehn und mehr Meter ist die Laufzeitmessung die richtige Technik.

  • Triangulation: Dicken-, Kanten- und Profilmessung, Bauteilprüfung, Positionierung im Nahbereich.
  • Phasen-ToF: präzise Distanzmessung bis einige Meter, z. B. Roboterpositionierung und Automatisierung.
  • Impuls-ToF: Füllstand in hohen Silos, Kranpositionierung, Kollisionsschutz und Aussenanwendungen.
  • Dunkle, glänzende oder transparente Oberflächen brauchen einen leistungsfähigeren Empfänger oder Reflektor.
Prüfen Sie immer das Remissionsverhalten des realen Zielobjekts. Ein auf weissem Papier (90 % Remission) angegebener Messbereich schrumpft auf mattschwarzen Oberflächen (6 % Remission) deutlich.

Worauf achten Sie bei Genauigkeit, Optik und Sicherheit?

Neben dem Messprinzip entscheiden Wiederholgenauigkeit, Linearität, Ansprechzeit und Schnittstelle über die Eignung. Für die Automatisierung sind analoge Ausgänge (4‑20 mA, 0‑10 V) und Bus-Schnittstellen wie IO-Link gefragt; für schaltende Aufgaben genügen Schaltausgänge mit einstellbaren Schwellen.

  • Wiederholgenauigkeit statt nur Auflösung bewerten - sie bestimmt die reale Prozesssicherheit.
  • Linearität und Temperaturdrift über den Messbereich beachten.
  • Lichtfleckgrösse (Spot) muss kleiner als das kleinste Zielmerkmal sein.
  • Schutzart ab IP65/IP67 für Industrieumgebungen wählen.
  • IO-Link erlaubt Parametrierung und Diagnose ohne Sensortausch.
Beachten Sie die Laserschutzklasse nach DIN EN 60825‑1. Klasse 1 und 2 (sichtbares Rot, < 1 mW) sind unter normalen Bedingungen augensicher; ab Klasse 3R sind Schutzmassnahmen und Unterweisung nötig.
Positionssensoren

Induktive und optische Sensoren für Position und Endlage.

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Häufige Fragen

Wann ist Triangulation besser als Laufzeitmessung?

Immer wenn hohe Genauigkeit im Nahbereich bis etwa zwei Meter gefragt ist, etwa bei Dicken-, Profil- und Kantenmessung. Die Triangulation erreicht dort Auflösungen bis in den Mikrometerbereich.

Wie weit reichen Laser-Distanzsensoren?

Laufzeitsensoren messen auf natürliche Oberflächen je nach Remission bis rund 300 Meter, mit Reflektor noch weiter. Triangulationssensoren decken typisch wenige Millimeter bis rund zwei Meter ab.

Beeinflusst die Objektfarbe die Messung?

Ja. Dunkle, glänzende oder transparente Oberflächen reflektieren weniger Licht, wodurch Reichweite und Stabilität sinken. Datenblattangaben beziehen sich meist auf 90 Prozent Remission.

Sind Laser-Distanzsensoren augensicher?

Sensoren der Laserklasse 1 und 2 sind unter normalen Bedingungen augensicher. Ab Klasse 3R sind Schutzmassnahmen nach DIN EN 60825‑1 erforderlich.

Den passenden Distanzsensor gesucht?

Wir liefern optische Distanzsensoren nach Triangulation und Laufzeitmessung - von der Mikrometer-Profilmessung bis zur Weitbereichsmessung mit IO-Link.

Präzise

Triangulation mit Auflösung bis in den Mikrometerbereich.

Grosse Reichweite

Laufzeitsensoren messen bis rund 300 Meter.

Normgeprüft

Laserklassen nach DIN EN 60825-1 dokumentiert.

Fachberatung

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