Palettensicherung im Vergleich - welche Methode wann?
Stretchwickeln, Umreifung, Kantenschutz und Antirutschmatten sichern eine Palette auf unterschiedliche Weise. Dieser Ratgeber vergleicht die vier Methoden, erklärt die Anforderungen nach EUMOS 40509 und VDI 2700 und zeigt, wie sich die Verfahren zu einer stabilen Ladeeinheit kombinieren lassen.
Was verlangen EUMOS 40509 und VDI 2700?
Eine Ladeeinheit muss den Beschleunigungskräften im Transport standhalten, ohne dass Packstücke verrutschen oder kippen. Die VDI 2700 und die europäische Prüfnorm EUMOS 40509 geben dafür die Richtwerte vor: 0,8 g in Fahrtrichtung sowie 0,5 g nach hinten und zur Seite.
EUMOS 40509 bewertet die Stabilität einer Ladeeinheit über die bleibende und die elastische Verformung unter definierter Beschleunigung. Eine Verformung von mehr als 5 % der Höhe (elastisch) oder 4 % (bleibend) gilt als nicht stabil genug.
- 0,8 g in Fahrtrichtung (Bremsen) als härtester Lastfall.
- 0,5 g quer in Kurven und 0,5 g nach hinten beim Anfahren.
- Reibbeiwert der Ladefläche geht direkt in die nötige Sicherungskraft ein.
- Prüfung nach EUMOS 40509 dokumentiert die Stabilität der Ladeeinheit.
Wie unterscheiden sich die vier Methoden?
Jede Methode löst eine andere Aufgabe: Stretchfolie bündelt, Umreifung fixiert vertikal, Kantenschutz verteilt die Spannung und Antirutschmatten erhöhen die Reibung. Erst die Kombination ergibt eine formschlüssige, stabile Ladeeinheit.
Stretchfolie mit hoher Vorstreckung (bis zu 300 %) legt sich mit definierter Haltekraft um die Ware und verbindet die einzelnen Lagen zu einem Block. Umreifungsbänder aus PET oder PP werden über Kanten geführt und ziehen den Stapel nach unten auf die Palette.
Welche Kombination passt zu welcher Ladung?
Die Auswahl richtet sich nach Gewicht, Schwerpunkt, Oberfläche und Formstabilität der Packstücke. Leichte, formstabile Kartons kommen oft mit Stretchfolie und einer Antirutschmatte aus, schwere oder kopflastige Einheiten brauchen zusätzlich Umreifung und Kantenschutz.
- Leichte, formstabile Kartons: Stretchfolie plus Antirutschmatte als Basis.
- Schwere Stapel mit hohem Schwerpunkt: Umreifung mit Kantenschutz gegen Kippen.
- Glatte oder folierte Oberflächen: Antirutschmatte zwischen den Lagen einlegen.
- Druckempfindliche Ware: Kantenschutz verteilt die Bandspannung flächig.
- Hohe Einheiten: obere Lage zusätzlich niedergurten oder umreifen.
Häufige Fragen
Reicht Stretchfolie allein zur Ladungssicherung?
Für leichte, formstabile Ware auf einer Antirutschbasis oft ja. Schwere oder hohe Einheiten brauchen zusätzlich Umreifung und Kantenschutz, um die Werte nach VDI 2700 zu erreichen.
Was prüft die EUMOS 40509?
Sie misst die elastische und bleibende Verformung einer Ladeeinheit unter definierter Beschleunigung und bewertet so deren Stabilität. Übliche Grenzen sind 5 % elastisch und 4 % bleibend bezogen auf die Höhe.
Wie viel bringt eine Antirutschmatte?
Sie hebt den Reibbeiwert oft von etwa 0,2 auf über 0,6. Dadurch wird ein grosser Teil der Beschleunigungskraft über Reibung gehalten und die nötige Sicherungskraft sinkt spürbar.
PET oder PP als Umreifungsband?
PET hält höhere Vorspannung und behält die Spannung länger, ideal für schwere, stabile Stapel. PP ist günstiger und dehnbarer, passend für leichtere Bündelung.
Palette normgerecht sichern?
Wir liefern Stretchfolien, Umreifungsbänder, Kantenschutz und Antirutschmatten für formschlüssige Ladeeinheiten nach EUMOS 40509 und VDI 2700.
Normbezug
Lösungen orientiert an EUMOS 40509 und VDI 2700.
Erprobte Kombination
Folie, Umreifung und Reibung sinnvoll abgestimmt.
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Alle vier Methoden aus einer Hand lieferbar.
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