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ISO 7010

Sicherheitszeichen nach ISO 7010 richtig auswählen

Sicherheitszeichen lenken Verhalten im Betrieb, warnen vor Gefahren und weisen Fluchtwege aus. Dieser Ratgeber zeigt, welche Verbots-, Warn-, Gebots- und Rettungszeichen nach ISO 7010 und ASR A1.3 in welchen Bereich gehören und wann eine langnachleuchtende Ausführung nach DIN 67510 vorgeschrieben ist.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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4 Kategorien
Verbot, Warnung, Gebot, Rettung
ISO 7010
europaweit einheitliche Piktogramme
ASR A1.3
verbindlich in Deutschland
DIN 67510
langnachleuchtend geprüft
Inhalt
  1. Farben und Formen
  2. Norm und Pflicht
  3. Auswahl nach Bereich
  4. Langnachleuchtend
  5. Häufige Fragen

Welche vier Zeichenkategorien gibt es?

Sicherheitszeichen sind nach Form und Farbe in vier Grundkategorien geordnet. Die Kombination aus geometrischer Form, Sicherheitsfarbe und genormtem Piktogramm macht die Botschaft auch ohne Text und über Sprachgrenzen hinweg eindeutig.

Verbotszeichen sind runde rote Schilder mit schwarzem Symbol und rotem Diagonalbalken. Warnzeichen sind gelbe Dreiecke mit schwarzem Rand und Symbol. Gebotszeichen sind blaue Kreise mit weissem Symbol, Rettungszeichen grüne Rechtecke mit weissem Symbol. Brandschutzzeichen ergänzen die Reihe in Rot.

Grün bedeutet immer Sicherheit und Rettung, Rot Verbot oder Brandschutz. Diese Farblogik nach ISO 3864‑1 gilt unabhängig vom Piktogramm und darf nicht vertauscht werden.

Wie hängen ISO 7010 und ASR A1.3 zusammen?

ISO 7010 legt die genormten Piktogramme europaweit fest, jedes Zeichen trägt einen eindeutigen Code wie P002 (Rauchen verboten), W012 (Warnung vor elektrischer Spannung), M009 (Handschutz benutzen) oder E002 (Notausgang). In Deutschland macht die Technische Regel ASR A1.3 diese Zeichen für Arbeitsstätten verbindlich.

Wer heute neu kennzeichnet, verwendet ausschliesslich die aktuellen ISO-7010-Piktogramme. Alte Zeichen nach der früheren BGV A8 dürfen nicht mit neuen gemischt werden, weil uneinheitliche Symbole die schnelle Erkennung im Ernstfall verzögern.

  • P-Codes: Verbotszeichen, zum Beispiel P003 Kein offenes Feuer.
  • W-Codes: Warnzeichen, zum Beispiel W001 Allgemeine Gefahrenstelle.
  • M-Codes: Gebotszeichen, zum Beispiel M004 Augenschutz benutzen.
  • E-Codes: Rettungszeichen, zum Beispiel E003 Erste Hilfe.
  • F-Codes: Brandschutzzeichen, zum Beispiel F001 Feuerlöscher.
Basis jeder Kennzeichnung ist die Gefährdungsbeurteilung. Sie legt fest, welche Zeichen an welcher Stelle nötig sind, bevor Sie Schilder bestellen.

Welches Zeichen gehört in welchen Bereich?

Die Auswahl folgt der tatsächlichen Gefährdung des Bereichs. Fluchtwege und Notausgänge, Erste-Hilfe- und Brandschutzeinrichtungen sowie Zonen mit besonderen Gefahren müssen erkennbar gekennzeichnet sein.

Zeichengrösse und Erkennungsweite gehören zusammen. Nach ASR A1.3 richtet sich die Kantenlänge nach der maximalen Betrachtungsentfernung, grob gilt rund 1 mm Zeichenhöhe je 100 mm Erkennungsweite als Anhaltspunkt.
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Lager, Regale und Gefahrstoffe eindeutig beschriften.

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Wann sind nachleuchtende Zeichen Pflicht?

Rettungs- und Brandschutzzeichen entlang von Fluchtwegen müssen auch bei Ausfall der Beleuchtung sichtbar bleiben. Langnachleuchtende Schilder speichern Licht und leuchten im Dunkeln nach, die Leistungsklassen sind in DIN 67510 geregelt.

Die Nachleuchtdichte wird in mcd/m² angegeben und über die Zeit gemessen. Übliche Klassen sind zum Beispiel 140/20 mcd/m² nach 10 und 60 Minuten oder höhere Klassen für lange Fluchtwege. Wichtig ist eine ausreichende Anregung durch die vorhandene Beleuchtung.

  • Fluchtweg- und Notausgangszeichen bevorzugt langnachleuchtend ausführen.
  • Standort von Feuerlöscher und Brandmelder ebenfalls nachleuchtend kennzeichnen.
  • Vor der Montage ausreichende Aufladung durch Umgebungslicht sicherstellen.
  • Klasse nach DIN 67510 passend zur Länge und Bedeutung des Fluchtwegs wählen.
Langnachleuchtende Kennzeichnung ersetzt keine Sicherheitsbeleuchtung, sondern ergänzt sie. In grösseren oder fensterlosen Gebäuden bleiben elektrische Notleuchten zusätzlich erforderlich.

Häufige Fragen

Ist ISO 7010 in Deutschland verpflichtend?

Die Piktogramme der ISO 7010 werden über die Technische Regel ASR A1.3 für Arbeitsstätten verbindlich. Neue Kennzeichnungen sind daher in ISO-7010-Form auszuführen.

Welche Farbe steht für Rettungszeichen?

Rettungs- und Fluchtwegzeichen sind grün mit weissem Symbol. Grün signalisiert nach ISO 3864‑1 immer Sicherheit, Rettung oder einen sicheren Zustand.

Wann brauche ich nachleuchtende Schilder?

Entlang von Flucht- und Rettungswegen sowie an Brandschutzeinrichtungen sind langnachleuchtende Zeichen nach DIN 67510 sinnvoll, damit sie bei Stromausfall sichtbar bleiben.

Darf ich alte und neue Zeichen mischen?

Nein. Innerhalb eines Betriebs sollten Sie einheitlich auf ISO 7010 umstellen, da gemischte Symbolwelten die schnelle Erkennung im Notfall behindern.

Sicherheitszeichen für Ihren Betrieb gesucht?

Wir liefern Verbots-, Warn-, Gebots- und Rettungszeichen nach ISO 7010 und ASR A1.3, auf Wunsch langnachleuchtend nach DIN 67510.

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