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Stretchfolie auswählen - welche Folie sichert die Palette?

Stretchfolie hält Waren auf der Palette zusammen und schützt sie beim Transport. Dieser Ratgeber erklärt Foliendicke in Mikrometer, den Vorstreckgrad, den Unterschied zwischen Hand- und Maschinenfolie sowie die richtige Haltekraft für eine stabile Ladungssicherung.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
Stretchfolien ansehen
15-30 µm
Dicke Handfolie
150-300 %
Vorstreckgrad Maschine
17-23 µm
Standard Maschinenfolie
2-3 Lagen
an Kopf und Fuß
Inhalt
  1. Grundlagen und Funktion
  2. Dicke und Vorstreckung
  3. Hand vs. Maschine
  4. Häufige Fragen

Was macht eine gute Stretchfolie aus?

Stretchfolie ist eine dehnbare Kunststofffolie aus Polyethylen (meist LLDPE), die um die palettierte Ware gewickelt wird. Durch die Rückstellkraft der gedehnten Folie entsteht eine Haltekraft, die die Ladung zusammenpresst und gegen Verrutschen sichert. Entscheidend sind Foliendicke, Vorstreckgrad und die Zahl der Umwicklungen.

Eine gute Umreifung hält die Ware ohne sie zu quetschen. Zu wenig Folie führt zu instabilen Paletten und Transportschäden, zu viel Folie kostet unnötig Material. Ziel ist die geringste Foliendicke, die die geforderte Ladungssicherung nach dem Prinzip der formschlüssigen und kraftschlüssigen Sicherung erreicht.

Moderne Vorstreckfolien lassen sich um 150 bis 300 % dehnen. Aus 1 Meter Folie werden so 2,5 bis 4 Meter Wickellänge - das spart Material und senkt die Kosten pro gesicherter Palette deutlich.
  • Material: LLDPE ist Standard, mehrschichtige Blasfolie bietet höhere Reißfestigkeit.
  • Haltekraft: entsteht aus Vorstreckung und Rückstellkraft der Folie.
  • Klebrigkeit (Cling): eine haftende und eine glatte Seite verhindern Verkleben benachbarter Paletten.

Foliendicke und Vorstreckgrad richtig wählen

Die Foliendicke wird in Mikrometer (µm) angegeben. Handfolie liegt üblicherweise bei 15 bis 30 µm, Maschinenfolie bei 17 bis 23 µm im vorgereckten Zustand. Wichtiger als die reine Dicke ist jedoch das Verhältnis aus Dicke, Vorstreckgrad und Reißfestigkeit.

Der Vorstreckgrad beschreibt, wie stark die Folie vor dem Auftragen gedehnt wird. Bei Maschinenfolie übernimmt das ein motorisch angetriebenes Vorstreckwerk. Ein hoher Vorstreckgrad reduziert den Folienverbrauch und erhöht die Haltekraft, verlangt aber eine reißfeste Qualität und korrekt eingestellte Anlagen.

Faustregel: Wickeln Sie an Palettenkopf und Palettenfuß je 2 bis 3 Lagen, um Kartons mit der Palette zu verbinden. Der Fuß ist die kritische Verbindung gegen Verrutschen.

Handfolie oder Maschinenfolie?

Die Wahl hängt vom Palettendurchsatz ab. Handfolie eignet sich für wenige Paletten pro Tag und flexible Standorte, Maschinenfolie für konstante, hohe Stückzahlen mit gleichbleibender Wickelqualität.

  • Handfolie: kurze Rollen, Handroller mit Bremse für gleichmäßige Spannung, ideal bei wechselnden Ladungen.
  • Maschinenfolie: große Rollen mit definiertem Kern, für Wickelmaschinen mit Vorstreckwerk.
  • Wickelmaschine lohnt sich meist ab 15 bis 20 Paletten pro Tag durch Materialersparnis und Ergonomie.
  • Sonderfolien: farbig (Blickschutz), UV-stabil für Außenlager, hochtransparent für Scanner.
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Häufige Fragen

Wie viele Lagen Stretchfolie braucht eine Palette?

Für eine stabile Standardpalette sind meist 2 bis 3 Umläufe am Fuß, spiralförmige Bahnen nach oben und 2 bis 3 Lagen am Kopf sinnvoll. Schwere oder instabile Ladung braucht mehr Lagen und dickere Folie.

Was bedeutet Vorstreckgrad bei Stretchfolie?

Der Vorstreckgrad gibt an, um wie viel Prozent die Folie vor dem Auftragen gedehnt wird. 200 % bedeutet, dass aus 1 Meter Folie 3 Meter werden. Ein höherer Vorstreckgrad spart Material und erhöht die Haltekraft.

Welche Foliendicke ist die richtige?

Leichte, stabile Kartonladung sichern 15 bis 17 µm Handfolie. Für gemischte Paletten sind 20 bis 23 µm üblich, schwere oder kantige Ware verlangt 23 bis 30 µm oder eine reißfeste Powerfolie.

Kann Maschinenfolie von Hand verarbeitet werden?

Nein, Maschinenfolie ist auf das motorische Vorstrecken einer Wickelmaschine ausgelegt und lässt sich von Hand kaum ausreichend dehnen. Für manuelles Wickeln nutzen Sie Handfolie mit passendem Roller.

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