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Stretchfolie richtig wählen - welche Stärke und Vordehnung?

Die richtige Stretchfolie sichert Paletten kostengünstig und normgerecht. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie Foliendicke in Mikrometer, Vordehnung und die Wahl zwischen Hand- und Maschinenfolie an Ihr Ladungsgewicht anpassen.

5 Min.Stand: 2026-07Geprüft: Fachredaktion
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17-35 µm
typische Foliendicke
150-300 %
Vordehnung Maschinenfolie
bis 1000 kg
Ladungssicherung je Palette
EUMOS 40509
Prüfnorm Ladungssicherung
Inhalt
  1. Foliendicke wählen
  2. Vordehnung verstehen
  3. Hand oder Maschine
  4. Häufige Fragen

Welche Foliendicke in Mikrometer brauche ich?

Die Foliendicke wird in Mikrometer (µm) angegeben und richtet sich nach Gewicht, Kantenschärfe und Stabilität der Ladung. Handfolien liegen üblich bei 17 bis 23 µm, Maschinenfolien bei 20 bis 35 µm. Dünnere Hochleistungsfolien mit starker Vordehnung ersetzen dabei oft deutlich dickere Standardware.

Leichte, stabile Ladungen bis etwa 400 kg kommen mit dünner Folie aus. Schwere Paletten, scharfe Kanten oder instabile Stapel verlangen mehr Dicke oder eine reißfestere Powerfolie mit hohem Dehnvermögen.

Nicht die Dicke allein zählt, sondern das Zusammenspiel aus Dicke, Vordehnung und Haltekraft. Eine 15 µm Hochleistungsfolie kann eine 23 µm Standardfolie ersetzen und Material sparen.

Was bedeutet Vordehnung und warum spart sie Material?

Vordehnung ist die Verlängerung der Folie beim Aufbringen. Eine Vordehnung von 200 % bedeutet, dass aus 1 Meter Folie 3 Meter werden. Je höher die Vordehnung, desto mehr Fläche deckt ein Meter Rohfolie ab und desto geringer der Materialverbrauch je Palette.

  • Handfolie: praktisch nur 10 bis 30 % Vordehnung durch Körperkraft möglich.
  • Maschinenfolie: 150 bis 300 %, geregelt über das Vordehnwerk der Anlage.
  • Hohe Vordehnung erhöht die Rückstellkraft und damit die Stabilität der Ladung.
  • Zu starke Dehnung ohne passende Folie führt zu Einschnürung und Rissen.
Die Haltekraft (Rückstellkraft der gedehnten Folie) sichert die Ladung, nicht die Anzahl der Wickel. Eine sauber vorgedehnte Folie hält besser und benötigt weniger Umläufe.

Handfolie oder Maschinenfolie - was passt?

Die Wahl hängt vom Palettenvolumen ab. Bis etwa 15 bis 20 Paletten pro Tag ist Handfolie mit Abrollgerät wirtschaftlich. Ab höherem Durchsatz senkt eine Wickelmaschine mit Maschinenfolie Kosten, Zeit und körperliche Belastung deutlich.

Für die Ladungssicherung im Straßenverkehr gilt EUMOS 40509. Reproduzierbare Maschinenumwicklung mit definierter Vordehnung lässt sich leichter dokumentieren als manuelles Wickeln.
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Häufige Fragen

Wie viel µm Stretchfolie für eine normale Palette?

Für stabile Ladungen bis 400 kg reichen 17 bis 20 µm Handfolie. Schwere oder scharfkantige Paletten bis 1000 kg brauchen 23 bis 35 µm oder eine reißfeste Powerfolie.

Was ist besser: dickere Folie oder mehr Vordehnung?

Meist ist eine dünnere Hochleistungsfolie mit hoher Vordehnung wirtschaftlicher. Sie liefert bei geringerem Materialeinsatz die gleiche oder höhere Haltekraft.

Kann ich Maschinenfolie von Hand verwenden?

Nein. Maschinenfolie ist auf hohe Vordehnung ausgelegt und ohne Vordehnwerk zu schwer zu handhaben. Für manuelles Wickeln immer Handfolie verwenden.

Ab wann lohnt sich eine Wickelmaschine?

Meist ab etwa 15 bis 20 Paletten pro Tag. Dann amortisieren sich Anlage und Maschinenfolie durch geringeren Folienverbrauch und Zeitersparnis.

Passende Stretchfolie gesucht?

Wir liefern Hand- und Maschinenfolien in allen Stärken und Vordehnungen - abgestimmt auf Ihr Palettengewicht und Ihren Durchsatz.

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