Thermotransfer-Farbband: Wachs, Wachs-Harz oder Harz?
Wachs, Wachs-Harz oder Harz - die Wahl des Thermotransfer-Farbbands entscheidet über Haltbarkeit und Lesbarkeit Ihrer Etiketten. Dieser Ratgeber erklärt die drei Bandklassen, ordnet sie nach Wisch-, Kratz- und Chemikalienfestigkeit ein und zeigt, welches Band zu Papier-, PE- oder PET-Etiketten passt.
Farbbänder ansehenWas unterscheidet Wachs, Wachs-Harz und Harz?
Beim Thermotransferdruck schmilzt der Thermodruckkopf die Farbschicht eines Farbbands (Ribbon) auf das Etikett. Die Zusammensetzung dieser Schicht bestimmt, wie robust der Druck wird: Wachs ist weich und schmilzt bei niedriger Energie, Harz bildet einen chemisch vernetzten, sehr widerstandsfähigen Film. Wachs-Harz liegt als Mischung dazwischen.
Je höher der Harzanteil, desto kratz- und chemikalienfester der Ausdruck - aber desto mehr Energie und Wärme braucht der Druckkopf und desto glatter muss die Etikettenoberfläche sein. Die Bandklasse muss deshalb immer zum Etikettenmaterial passen, nicht nur zur gewünschten Haltbarkeit.
Papier, PE oder PET - welches Etikett zu welcher Anwendung passt.
Zum RatgeberWelches Band für welche Beanspruchung?
Entscheidend sind drei Belastungsarten: Wischfestigkeit (Abrieb durch Handhabung), Kratzfestigkeit (mechanische Reibung, Transport) und Chemikalienfestigkeit (Öle, Lösemittel, Reiniger). Je nach Kombination fällt die Wahl auf eine andere Bandklasse.
- Wachs: günstigste Klasse, ideal für Versand-, Karton- und Lageretiketten mit kurzer Lebensdauer.
- Wachs-Harz: guter Kompromiss für Anwendungen mit gelegentlichem Abrieb oder leichter Feuchte.
- Harz: für Typenschilder, Chemie-, Automotive- und Laboretiketten, die Lösemittel, Hitze oder Reibung überstehen müssen.
- Kunststoffetiketten (PET, PP, Polyimid) verlangen fast immer Harz, da Wachs auf glatten Folien nicht dauerhaft haftet.
Wie richten Sie Druck und Lagerung richtig ein?
Harzreiche Bänder brauchen eine höhere Brenntemperatur (Heat) und oft eine reduzierte Druckgeschwindigkeit, damit der Film sauber überträgt. Bei Wachsbändern hingegen führt zu viel Hitze zu verschmierten Kanten. Der Druckkopf hält länger, wenn Band und Material aufeinander abgestimmt sind.
- Brenntemperatur an die Bandklasse anpassen: Wachs niedrig, Harz hoch.
- Bandbreite gleich oder minimal grösser als die Etikettenbreite wählen, um den Druckkopf zu schonen.
- Farbbänder trocken bei 5‑35 °C und unter 80 % relativer Luftfeuchte lagern.
- Reste kühl und lichtgeschützt aufbewahren, damit die Farbschicht nicht verklebt.
Häufige Fragen
Wann reicht ein reines Wachs-Farbband?
Für Papier- und Kartonetiketten mit kurzer Lebensdauer, etwa Versand-, Adress- oder Lageretiketten. Wachs ist günstig und wischfest, aber nicht kratz- oder chemikalienbeständig.
Warum braucht PET oder PP fast immer Harz?
Auf glatten Kunststofffolien haftet weiche Wachsfarbe nicht dauerhaft. Harz vernetzt zu einem festen Film, der auf Folie hält und Reibung, Hitze sowie Lösemittel übersteht.
Was ist besser gegen Chemikalien und Öle?
Harz-Farbband ist am beständigsten gegen Lösemittel, Öle und Reiniger. Wachs-Harz hält leichten Kontakt aus, reines Wachs verschmiert bereits bei mildem Abrieb.
Muss die Druckertemperatur angepasst werden?
Ja. Harzreiche Bänder benötigen eine höhere Brenntemperatur und meist geringere Geschwindigkeit, Wachsbänder dagegen weniger Hitze, sonst verschmieren die Kanten.
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